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08.02.2018

Ehrendes Gedenken

Gedenken (9)
Junge Leute - offen für unsere Geschichte © Stadt Ludwigslust

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz durch die Soldaten der Roten Armee befreit. Auf Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ist dieser Tag seit 1996 der Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus. 2005 erklärten die Vereinten Nationen diesen Tag zugleich zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. 

Der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust – Parchim e.V. und sein Beirat luden zu einer Gedenkveranstaltung nach Ludwigslust. Zahlreiche Bürger, Kommunalpolitiker und Schüler sind dieser Einladung gefolgt.

Reinhard Mach, Bürgermeister der Stadt Ludwigslust zitierte in seiner Rede den Militärgeistlichen Major George B. Woods aus seiner Grabrede, die er im Mai 1945 zur Beerdigung von 200 Opfern des KZ Wöbbelin gehalten hatte: „ … obwohl Sie behaupten, keine Kenntnisse von diesen Toten gehabt zu haben, sind Sie doch einzeln und gemeinsam für diese Gräueltaten verantwortlich, da sie von einer Regierung begangen wurden, die Sie im Jahr 1933 gewählt haben und die Sie durch Ihre Gleichgültigkeit gegenüber der organisierten Brutalität an der Macht gehalten haben. Es sollte der feste Entschluss des deutschen Volkes sein, nie wieder einem Führer oder einer Partei zu erlauben, es moralisch auf eine so niedrige Stufe zu bringen, wie dies hier zu sehen ist.“

Reinhard Mach äußerte seine Überzeugung, dass der Geist, der damals zu den Gräueltaten geführt hat, heute noch vorhanden. Oftmals sind es die Populisten, die uns einzureden versuchen, dass Pluralismus für unsere Gesellschaft nicht gut wäre. Und gerade deshalb sollen wir nie aufhören, an die Vergangenheit zu erinnern. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters, 30.01.2018