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01.07.2019

Jugendaustausch

Ludwigsluster Jugendliche auf dem Weg nach Kamskoje Ustje – Tatarstan/Russland

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Mit dem Zug von Moskau nach Kazan © Privat

Der Jugendaustausch zwischen Ludwigslust und Kamskoje Ustje ist eine Erfolgsgeschichte in der nunmehr 25 Jahre bestehenden Städtepartnerschaft  zwischen Ludwigslust und Kamskoje Ustje in der Republik Tatarstan/Russland. Auch in diesem Sommer war wieder eine Gruppe Jugendlicher unterwegs, um die Menschen und das Land an der Wolga kennen zu lernen, etwas über die Traditionen und die Kultur zu erfahren und vor allem auch, um alte Freunde wieder zu treffen. Bereits im vergangenen Jahr waren die tatarischen Jugendlichen in Ludwigslust zu Gast, jetzt folgte der Gegenbesuch.

Frauke Winterfeldt, Teilnehmerin des Austauschprojektes hat uns ihre Erfahrungsberichte geschickt. Hier ein kurzer Einblick:

  1. Bericht

привет & Herzlich Willkommen in Russland

Wir sind nun endlich im ersehnten Russland angekommen. Wir haben den Roten Platz und das rechte teure Kaufhaus besucht, wir waren bei der ewig brennenden Flamme, die immer von zwei Leuten bewacht wird und in dem unterirrdischem Kaufhaus.

Gewöhnungssache war, dass wir uns fast nur mit der Metro durch die Stadt bewegt haben, also ganz viele unterirdische Tunnel gegangen sind. In der Dämmerungszeit sind wir auf der Moskva gefahren und haben so Moskau gesehen!

Am nächsten Tag sind wir mit dem Nachtzug nach kazan gefahren, vier Mann in einer Kabine. Auf so engem Raum lernt man sich definitiv besser kennen und lernt auch platzsparender zu leben.

In Kazan angekommen, trafen wir die ersten Bekannten. Zwei von ihnen konnten uns nur kurz willkommen sagen, da sie dieses Jahr leider nicht am Austausch teilnehmen konnten. Nach dem Wiedersehen ging es auch direkt mit dem Bus weiter nach Kamskoye Ustje und dort trafen wir den Rest unserer neuen Truppe, die uns mit offenen Armen empfingen und sich direkt mit uns anfreundeten.

Am nächsten Tag besuchten wir die Kirche, die Moschee und den Park in dem „Das Fest der Jugend“ gefeiert wurde. Dort traten viele Künstler auf, da sie an #worldskilles teilnahmen. Wir haben da an vielen traditionellen Spielen teilgenommen, neue Bekanntschaften geschlossen und den Ort erkundet. Mein persönliches Highlight war das „Wrestling“ in lustigen Anzügen, was viele von uns gemacht haben, da es super lustig und genial war. Den Abend haben wir mit einem Konzert im Park ausklingen lassen und mit gemütlichen Runden in unserer Unterkunft.

  1. Bericht

привет & Herzlich Willkommen in Russland

Die Unterschiede von Moskau und Kamskoye Ustje sind riesig, da es hier eher dörflich ist, jedoch wunderschön! Wir sind die ersten, die in einer Sportanlage untergebracht sind und haben fast täglich ein Sportangebot von Volleyball, Schwimmen und Fußball.

Die ersten Tage verbrachten wir damit uns einzuleben, unsere neuen russischen Freunde kennenzulernen, die Stadt und das Heimatsmuseum zu erkunden sowie einen entspannten Blumenbastel-Workshop beizuwohnen und die lokalen Kindergärten zu besuchen.

Weiter ging es mit einem Ausflug nach Bolgar, was mein bisheriges Highlight war, da es etliche wahnsinnig schöne Ausblicke und Fotopunkte gab sowie viele kleine süße Souvenirläden. Auch war es schön, den Ort auf eigene Faust erkunden zu können, da unsere Betreuerin Shanna Altenburg uns die wichtigen Dinge schon am Vorabend erzählt hatte und wir keine ewig lange Führung mitmachten mussten. In Swijaschsk, was landschaftlich wunderschön war, jedoch sehr viele Kirchen besaß, hieß es ständig „Verhüllungspflicht“, was vom Großteil der Gruppe, verständlicherweise, ziemlich skeptisch aufgenommen wurde.

Auch besuchten wir ein romantisch geprägtes Gutshaus, wo wir Lerchen einer Allee umarmten, da diese Glück in der Liebe bringen sollen und wanderten einen kleinen Pfad zur gesunden Quelle im anliegenden Wald. Das hatte einen Hauch von Magie, da der Wald in seiner Höchstform blühte und die Sonnenstrahlen immer wieder durch die Blätter brachen.

Nach dieser ersten erfolgreichen Woche hängen wir alle ein wenig mit dem Schlaf durch, aber wann können wir SOWAS nochmals machen? Wahrscheinlich nie, weswegen wir nun unsere Chance nutzen und in den nächsten Tag in unsere Gastfamilien gehen, unser Kulturprogramm vorbereiten und zahlreiche weitere Exkursionen unternehmen werden, bis wir dann bald wieder zurück in der Heimat sein werden.

Bis dahin, schöne Grüße aus Russland & haltet die Ohren steif!

Frauke Winterfeldt