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11.06.2021

Offene Gärten laden ein

Bürgerpark in Kummer – die Überraschung jenseits des herzoglichen Parks

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Harry Baase weiß viele Geschichten zum Park zu erzählen © Stadt Ludwigslust, SW

Am 12. und 13. Juni halten Gartenfreunde in ganz MV die Gartenpforten weit offen. Besucher sind herzlich eingeladen, sich an den individuellen Gartengestaltungen zu erfreuen und mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen.

In Kummer müssen die Türen nicht geöffnet werden, der Bürgerpark ist offen und zu jeder Zeit für jedermann zugänglich. An diesem Wochenende aber ist Harry Baase vor Ort und nimmt sich Zeit für jeden Besucher und stellt den Bürgerpark vor. Harry Baase weiß eigentlich alles über diesen Park, ist es ihm doch zu verdanken, dass Kummer über ein solches Schmuckstück an seinem Ortseingang verfügt.

Begonnen hat alles schon 2006 zum 600-jährigen Jubiläum des Dorfes. Damals wurden die Mühle und die übergroße Mücke am Dorfeingang platziert. Später kam die Idee, die angrenzende etwa 5000 m² große Fläche in einen Park zu verwandeln. Inspiriert wurde Harry Baase, als er zuvor einen Rhododendronpark in Westerstede besuchte. 

Die Idee fand Anklang. Durch Flächentausch im Rahmen des Radwegebaus wurden private Flächen zu städtischen und die Umsetzung konnte beginnen. Der besondere Gedanke zur Gestaltung des Parks ist, dass Bürger zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Taufen, auf eigene Rechnung einen Baum pflanzen und so den Park wachsen lassen.

Mittlerweile stehen 50 Bäume und Sträucher im Park, 65 Rhododendren und 20 Rosen. Unter den Bäumen sind auch einige Exoten, wie z.B. der eigentlich in China beheimatete Blauglockenbaum, ein Judasbaum, ein Eisenholzbaum und sogar ein, wenn auch noch kleiner, Mammutbaum ist zu bewundern.

Viele Geschichten weiß Harry Baase zu erzählen. „Zur Einweihung des Radweges haben wir den ersten Baum, eine hängende Blutbuche, gepflanzt. Den hat man uns kurz nach der Pflanzung gestohlen. Den zweiten gleichen Baum haben wir dann an die Kette gelegt und im Erdreich verankert. Das mochte der Baum jedoch nicht. Er ist eingegangen. Wir haben es also ein drittes Mal mit der hängenden Blutbuche versucht. Dieser Baum entwickelt sich nun prächtig,“ so Harry Baase.

Beinahe täglich kümmert sich Harry Baase um den Park: gießen, Unkraut jäten, nach dem Rechten sehen. „Solange ich das machen kann, mache ich das.“ Trotz seines hohen Alters hat er noch viel Freude an der Arbeit im Park. Seine Begeisterung für die Bäume und Sträucher gibt er gerne weiter und freut sich auf viele Besucher am Wochenende der „Offenen Gärten“

Mehr Infos zu „Offene Gärten“ hier >>> www.offene-gaerten-in-mv.de