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02.12.2021

Lokaltermin für Ausschussmitglieder

Baumaßnahme Bahnhof läuft nach Plan

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© Stadt Ludwigslust

Vor ihrer gemeinsamen Ausschusssitzung am Mittwoch trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr und des Ausschusses für Bau, Umwelt und Energie zu einem ganz besonderen Lokaltermin: Großbaustelle Bahnhof.

Jens Gröger, städtischer Fachbereichsleiter für Tiefbau, erläuterte zu Beginn den aktuellen Stand der Baumaßnahmen an der städtischen Baumaßnahme – Umgestaltung ZOB, Zentrale Omnibusbahnhof. „Wir sind mit der Baumaßnahme im Bauzeitenplan“, so Gröger, und das, obwohl es Schwierigkeiten mit dem Baugrund gab und coronabedingter Ausfall von Arbeitskräften kompensiert werden musste.

Gröger nutzte vor Ort die Gelegenheit, den Stadtvertretern für ihre gute Arbeit zu danken. Auf Grund der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadtvertretung und der Stadtverwaltung konnte im August 2014 die Planungsvereinbarung unterschrieben werden, auf deren Grundlage die Gesamtbaumaßnahme beginnen konnte.

Jens Gröger richtete das Augenmerk der Anwesenden aber auch noch einmal auf die finanzielle Seite. „Die Gesamtbaumaßnahme wird etwa 60 – 70 Mio € kosten und die Stadt bezahlt dafür nichts.“ Möglich wurde das durch die Konkretisierung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes im März des vergangenen Jahres. Danach trägt der Bund die Hälfte der Kosten, die Bahn ein Drittel und den Rest finanziert das Land MV.

Ausgestattet mit Warnweste, Bauhelm und festem Schuhwerk folgten die Ausschussmitglieder dann dem Bauleiter Markus Zöller auf dem Rundgang über die Baustelle. Die Firma Implenia ist im Auftrag der DB tätig und stellt gegenwärtig ein wasserdichtes Trogbauwerk für den künftigen Tunnel her. Dazu werden zunächst mit schwerer Technik bis zu 21 m tiefe Stützwände, sog. Schlitzwände, in den Boden eingearbeitet. Für die Durchführung dieser Arbeiten war es notwendig, die Schienen von Gleis 1 und 2 zu demontieren. Die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs am 11. Dezember diesen Jahres gibt den Bauleuten ein enges Zeitfenster vor. Um diesen Termin einhalten zu können, wird auf der Baustelle rund um die Uhr gearbeitet, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. „Nur so können wir den strengen Zeitplan einhalten“, so Zöller. Bis August/September nächsten Jahres sollen dann die Vorarbeiten für den Tunnel abgeschlossen sein.