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22.10.2018

Afrikanischer Wels für Tatarstan

Russlandtag
© Stadt Ludwigslust

Ludwigslust/Rostock Der jüngste Besuch von Ludwigslustern in der Partnerregion Kamskoje Ustje (Tatarstan) trägt Früchte. Beim Russlandtag MV unterzeichneten der tatarische Unternehmer Islam Valijev und Dr. Günther Scheibe, Geschäftsführer der Firma PAL Aquakultur aus Abtshagen (Landkreis Vorpommern-Rügen), eine Absichtserklärung. Anliegen sind Planung, Errichtung und Inbetriebnahme eines Produktionskomplexes für Erzeugnisse aus afrikanischem Wels in Kamskoje Ustje. Valijev gehört zu einer Delegation aus der russischen Partnerstadt, die seit Montag Ludwigslust besucht.

„Islam Valijev hatte uns schon vor rund zwei Jahren sein Interesse signalisiert, eine Aquakulturanlage bauen zu wollen“, erklärte Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach, der gemeinsam mit den Gästen zum Russlandtag gefahren war. „Daraufhin reiste Dr. Scheibe im Juni mit uns nach Kamskoje Ustje.“ Dort traf der Experte für Aquakultur aus Mecklenburg-Vorpommern nicht nur den Unternehmer, sondern besuchte auch die Forschungsabteilung für Aquakultur an der Universität in der tatarischen Hauptstadt. „Es geht auch um die Zusammenarbeit der Universitäten von Kasan und Rostock, weil Fachkräfte benötigt werden, die die Anlage künftig betreiben würden“, erklärte Reinhard Mach. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde beim Russlandtag ebenfalls unterzeichnet.

Seit Montag ist die tatarische Delegation, zu der auch der stellvertretende Landwirtschaftsminister sowie der stellvertretende Bürgermeister von Kamskoje Ustje gehören, in Ludwigslust. Geplant sind nach Aussage von Reinhard Mach auch noch die Teilnahme an einer Konferenz zur Aquakultur in Rostock sowie der Besuch entsprechender Anlagen. Und dann steht noch ein weiteres Unternehmen auf dem Besuchsprogramm. „Die Gäste besichtigen in Dodow die Produktionsstätte von riha WeserGold sowie deren Plantagen“, erklärte Bürgermeister Reinhard Mach. Die nächste Stippvisite von Ludwigslustern in Kamskoje Ustje ist auch schon geplant. Im November soll es auf die Reise gehen – möglicherweise mit einem Vertreter des Dodower Unternehmens.

Kathrin Neumann, Schweriner Volkszeitung