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21.06.2021

Umgestaltung Bahnhofsumfeld

Baustart in die Zukunft

Bahnhof Spatenstich (8)
© Stadt Ludwigslust

Es dauerte schon eine Zeit, bis Bürgermeister Reinhard Mach die Anwesenden begrüßt hatte. Waren sie doch alle gekommen zum 1. Spatenstich für ein lang ersehntes Bauprojekt: die Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik, aus der Metropolregion Hamburg, Planer und Vertreter der bauausführenden Firmen.

Bürgermeister Reinhard Mach ging in seiner Rede in das Jahr 2010 zurück. Als er gerade sein Amt übernommen hatte, fand er einen Brief vor, in dem es hieß, „… eine Bahnquerung in Ludwigslust wird es nicht geben.“ „Und doch“, so Reinhard Mach, „haben wir Wege gefunden, um Gespräche zu führen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen.“ Mit der Erstellung eines Verkehrsgutachtens wurden die Wege geöffnet. Das seit langen Jahren bestehende Problem der Bahnquerung soll nun bald der Vergangenheit angehören. Es beginnt eine komplexe Baumaßnahme, an deren Ende ein Zentraler Omnibusbahnhof – ZOB – und die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit Untertunnelung der Bahngleise steht. 

Für Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in MV, ist der Bahnhof vor allem eine Visitenkarte der Stadt. „Es ist der erste Eindruck, den Besucher, Pendler und Touristen von dem Ort bekommen.“ Besonders stolz ist Pegel darauf, dass es gelungen ist, für das Projekt eine 75%ige EU-Förderung zu erhalten und so eine Finanzierung dieses Projekts überhaupt erst zu ermöglichen. „Europa ist ein riesiger Strukturunterstützer, die Menschen sehen das sehr bewusst“, so Pegel und er bedankte sich bei Reinhard Mach für den langen beharrlichen Weg. 

Der Chef der Staatskanzlei MV, Dr. Heiko Geue, richtete den Blick der Anwesenden auf die besondere logistische Lage der Stadt zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin und die Vorteile für Touristen, Pendler und Gewerbebetriebe. Das Land MV steht für klimaneutrale Mobilität und so ist die Umgestaltung des Ludwigsluster Bahnhofsumfeldes ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.  Als Mitglied der Metropolregion Hamburg ist die Erreichbarkeit der Stadt eines der herausragendsten Themen. Mit der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes stellt die Stadt Ludwigslust die Weichen für eine zeitgemäße Infrastruktur und eine bessere Vernetzung zwischen PKW, Bus- und Schienennahverkehr. 

In der ersten Baustufe wird gegenwärtig ein unterirdischer Regenrückhalteraum aus Kunststoffelementen bzw Kunststoffboxen hergestellt. Die Boxen haben ein Fassungsvermögen von ca. 90 m³. Ihre Abdichtung erfolgt mit ein PE-Kunststoffdichtungsbahnen, die miteinander verschweißt werden und somit wasserdicht sind. Der Rückhalteraum befindet sich unterhalb der Fahrbahn der John-Brinckman-Straße vor dem Wohngebäude 1-3.