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18.05.2021

Kita „Johannes Gillhoff“

50 Jahre für das Wohl der Kinder

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© Stadt Ludwigslust, SW

Die Geschichte der Einrichtung ist dokumentiert und das Festprogramm steht. Es sollte eine wunderschöne Festwoche werden, mit der das 50-jährige Jubiläum der Kita „Johannes Gillhoff“ gefeiert wird. Aber Corona machte leider allen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Deshalb feiern wir die Festwoche nun in kleinem Rahmen in den einzelnen Gruppen. Das große Fest wird auf einen Zeitpunkt verschoben, an dem wieder alle Kinder die Kindertagesstätte besuchen dürfen. Über die Geschichte jedoch möchten wir trotzdem informieren.

Es hat sie keiner gezählt; die vielen Frühlingsfeiern, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsfeste, die Oma-Opa-Tage und Spielkreise. Es hat niemand gezählt, wie viele Kinder im Laufe der Jahre in dieser Kita betreut wurden, wie viele Mitarbeiter sich um das Wohl der Kinder gekümmert haben. In 50 Jahren kommen da wohl einige Zahlen zusammen.

1971 war es, als die Einrichtung eröffnet wurde. Sie war die erste sog. Kinderkombination in Ludwigslust, also eine Einrichtung, in der Kindergarten und Kinderkrippe zwar als selbstständige Einrichtungen geführt, aber doch unter einem Dach vereint waren. Kaum jemand erinnert sich noch daran, dass sie damals den Namen „Käthe Dunker“ trug.

Liebevoll von den Erzieherinnen der Einrichtung zusammengestellte Informationstafeln berichten heute über die vielen Ereignisse, Feste und Feiern. Jeweils in Zehn-Jahresschritten zusammengefasst, sind die einzelnen Tafeln ein interessantes Geschichtszeugnis. Die Tafeln werden, sofern das Wetter es zulässt, zumindest bis Ende Mai täglich vor der Einrichtung aufgestellt. Bilder und Zeitungsartikel aus den Jahren 1971 – 1990 zeigen den Kita-Alltag in der DDR. So manches ehemalige Kindergartenkind, das heute bereits erwachsen ist, wird sich sicherlich darauf wiederfinden.

Ab 1990 wurde es turbulenter in der Geschichte der Einrichtung. Auch darüber berichten die Infotafeln. Mit den neuen gesellschaftlichen Verhältnissen begannen weitreichende Umstrukturierungen. Aus Kindergarten und Kinderkrippe wurde eine Einrichtung, die Gruppenräume wurden umgestaltet und Eltern mussten sich daran gewöhnen, dass die Kinderbetreuung nicht mehr kostenfrei war, es musste nun Betreuungsgeld gezahlt werden. 1993 wurden dann auch die Hortkinder mit in die Betreuung integriert. 2004 erfolgte die Teilschließung der eigenen Küche, Mittagessen wurde nun von externen Anbietern geliefert.  Mit Einführung der Ganztagsverpflegung im Jahr 2011 gehörten auch die Brottaschen der Kinder der Vergangenheit an. Seit 2011 trägt die Einrichtung den Namen „Johannes Gillhoff“.

In den Jahren 2013 und 2014 wurde die Kindertagesstätte in zwei Bauabschnitten von Grund auf saniert. Es entstanden großzügig gestaltete Räume mit modernen Wasch- und Toilettenräumen. 2020 wurde dann auch der Spielplatz neu gestaltet und modernisiert. Im August 2020 zogen die Hortkinder in den neu erbauten Hort „Fritz Reuter“. Dadurch verringerte sich die durchschnittliche jährliche Belegung von 147 Plätzen auf etwa 115.

Heute ist die Kita eine moderne Einrichtung, ein Ort zum Wohlfühlen für die Kleinsten. 18 Erzieherinnen und drei technische Kräfte kümmern sich täglich um das Wohl der Kinder. Die Kinder erleben ihren Kita-Tag in festen Gruppen mit festen Bezugspersonen und in teiloffenen Bereichen.  Da die Einrichtung täglich von 6.00 – 18.00 Uhr geöffnet hat, gibt es in gemischten Gruppen den Früh- und Spätdienst.

Für die Kinder gibt es tägliche Lern- und Beschäftigungsangebote, die die Selbstständigkeit entwickeln und die Kinder auf die Schule vorbereiten. Im gemeinsamen Kita-Alltag sammeln die Kinder wichtige soziale Erfahrungen. Neben den normalen Tagesabläufen gestalten die Erzieherinnen viele Höhepunkte und Feste im Leben der Kinder. Die Einrichtung organisiert gemeinsame Aktivitäten mit Eltern und Kindern und bietet altersgerechtes Essen an.

Zur Berufsorientierung werden Schüler- und Ausbildungspraktika ermöglicht und auch ein Freiwilliges Soziales Jahr ist an der Einrichtung möglich.

50 Jahre lang standen und stehen die Kinder im Zentrum der Arbeit. Den Jüngsten einen bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, ihnen Wärme und Geborgenheit zu geben, ist oberster Grundsatz der täglichen Arbeit.